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Naturrecht: Papst Benedikts überhörte Mahnungen

22. September 2012

von Edgar L. Gärtner

Ein Jahr nach seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag

Am 22. September 2011 gab der als ehrgeizig bekannte Bundestagspräsident Norbert Lammert Papst Benedikt XVI. während dessen offiziellem Deutschlandbesuch die Gelegenheit, vor dem Deutschen Bundestag im Berliner Reichstag zu sprechen. Nicht wenige werden vom Thema, das der Papst gewählt hatte, überrascht gewesen sein. Erwartet worden waren insbesondere Ausführungen zur christlichen Ökumene. Der Papst hielt dagegen einen hochgelehrten Vortrag über die Bedeutung des Naturrechts. Er mahnte die Politiker, sich nicht an vordergründigen Erfolgskriterien, sondern am überzeitlichen Maßstab der Gerechtigkeit zu orientieren, indem er den in libertären Kreisen wohlbekannten Satz aus Augustinus’ „De civitate Dei“ zitierte: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande.“ Diese Mahnung konnte angesichts wiederholter Rechtsbrüche beim Versuch der EU-Elite, ihre Kunstwährung Euro durch direkte und indirekte Enteignung der Sparer zu retten, aktueller nicht sein.

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2 Kommentare leave one →
  1. Gast permalink
    30. November 2012 00:46

    Das Naturrecht will der Papst beachtet wissen? War das nicht jenes Willkürrecht, mit dem Jahrtausende lang die Sklaverei begründet wurde? Man muss sich das mal vorstellen, mit dem Naturrecht wurde festgeschrieben, dass ein Mensch Eigentum und Besitz eines anderen Menschen sein kann, mit dem er verfahren kann, wie mit einem Pferd oder einer Kuh.
    Ist vielleicht nicht so schlecht, dass niemand auch nur im Traum daran denkt, dieses vom Papst geforderte Recht zur Grundlage unserer Gesetze zu machen.
    Und es ist recht interessant, in was für dunkle Ecken des Netzes einen eine gute Metasuchmaschine hinführt.

    • 9. Dezember 2012 15:33

      Lieber Kommentator
      Ihre wenige Worte, welche Sie hier hinterliessen strotzen doch nur so von gefährlichem – aber weitverbreitetem – Unwissen und sind Zeugen ihrer Halbbildung.
      Wenn Sie schon das Naturrecht als „Willkürrecht“ bezeichnen, wie sieht es dann mit dem modernen Rechtspositivismus aus? Auch wenn demokratisch legitimierte Institutionen etwas als Recht definieren – ganz gleich wie schlecht, gelogen oder wankelmütig es sein mag – muss es noch lange nicht „recht“ sein.
      Nur eine Frage: Woher holen Sie die Würde des Menschen, wenn nicht aus dem Naturrecht?
      Beste Wünsche
      Hildibod

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