Das Zehnte Gebot
Dezember 12, 2006 von soulshappiness
Heute Abend schließe ich also meine Reihe über die Zehn Gebote ab. Dieses letzte Gebot sehe ich als Zusammenfassung einiger vorangegangenen Gebote der Sozialtafel.
“Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.”
Wer seines Nächsten Frau oder die nächste Frau nicht begehrt, wird auch nicht ehebrechen. Wer seines Nächsten Eigentum nicht begehrt, der wird auch nicht stehlen. Es verbietet uns Begierde im Allgemeinen. Die Puritaner Englands sagten, dass es nur recht sei das weltliche Geschäft zu nutzen, um soviel an ‘Wohlstand’ anzuhäufen, um den Versuchungen der Armut zu entkommen. “Falschheit und Lüge lass ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir nicht; lass mich aber mein Teil Speise dahinnehmen, das du mir beschieden hast. Ich könnte sonst, wenn ich zu satt würde, verleugnen und sagen: Wer ist der HERR? Oder wenn ich zu arm würde, könnte ich stehlen und mich an dem Namen meines Gottes vergreifen.” (Sprüche 30, 8-9).
Wenn sich unsere Gedanken aber nur um diese Welt drehen, so laufen wir Gefahr von Begierde aufgefressen zu werde. Ein guter Christ denkt an den Himmel. Er denkt an Jesu Liebe und an die ewige Belohnung. Hingegen ist er von Begierde getrieben, der mehr Schmerz und Entbehrung auf sich nimmt, um diese Welt zu bekommen, als den Himmel. Er opfert alles seiner Karriere und Geld. Er hat kaum Zeit sich seiner Familie zu widmen, und schon gar keine Zeit zu beten.
Begierde ist die oftbesagte Mutter der Sünden. Paulis Worte kennt heute jeder, oder vielmehr eine Abwandlung seiner Worte: “Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.” (1. Timotheus 6, 10).
Doch WIE können wir unsere Begierde bekämpfen? Mit dem Glauben an Jesus unseren Erlöser. “Denn alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.” (1. Johannes 5, 4). Darum lasst uns bescheiden und demütig werden, uns unserer Sünden bewusst werden. Lasst uns erkennen, welche böse Gedanken uns begehren lassen - und lasst uns beten für Gottes Gnade.

