“Du sollst nicht töten.”
Kurz und prägnat ist dieses Gebot, das auf der einen Seite das Töten verbietet und somit auf der anderen Seite das Erhalten von Leben impliziert – unser eigenes, als auch das anderer.
Das Leben ist Gottes kostbarstes Geschenk an uns und er hat sein Gebot als einen Wall gesetzt, um dieses Geschenk zu schützen. Mord ist eine diabolische Sünde und Gottess Gesetz wurde bis zum heutigen Tag nicht aufgehoben. Schon allzu lange haben Menschen im Namen der Religion, ich nenne hier lediglich den Djihad des Islam und die Kreuzzüge des Katholizismus, tausende Seelen dahingerafft, um ihren Glauben zu verbreiten. Täglich werden unschuldigen Menschen aus machtpolitischen, finanziellen oder sonstigen Gründen getötet und ermordet. Und so lesen wir in der Offenbarung 21, 8: ‘Die Mörder werden in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod’. Sie werden in die Hölle geworfen, ‘wo das Feuer nicht verlöscht’ (Markus 9, 44).
Doch zielt Gottes Gebot auch darauf ab, dass wir uns selbst nicht töten, uns selbst nicht verletzen. Dazu gehört, dass wir uns nicht unnötig in offensichtliche Gefahr begeben. Wenn ich mich bei der Stierhatz in Pamplona beteilige und vom Stier mit seinen Hörnern augespießt werde, mache ich mich meines eigenen Todes schuldig. Ebenso mache ich mich schuldig, wenn ich es als Kranker unterlasse, mich von Arzt behandeln zu lassen. Gott befahl Hiskias, dem König von Juda, ‘ein Pflaster von Feigen zu nehmen und auf sein Geschwür zu legen, dass er gesund würde’ (Jesaja 38, 21). Doch wahrscheinlich der häufigste Weg zur ‘Selbsttötung’ ist heutzutage die weiten Bevölkerungsschichten verbreitete Ernährung. Exzessiver Konsum von Softdrinks und Fastfood, Alkohol und Drogen. Dabei ist es allgemein bekannt, dass diese Dinge das Leben verkürzen. Plures periere crapula, quam gladio – Es sterben mehr durch Trinken als durch das Schwert. Daher schütze der Christ sein eigenes Leben und ernähre sich gesund!
Was ziehen wir weiter aus diesem Gebot?
- Wir müssen alles tun, um das Leben Anderer zu schützen. Wir sollen wie der gute Samariter handeln, der die Wunden mit Wein und Öl geheilt hat. “Ich war ein Vater der Armen, und der Sache des Unbekannten nahm ich mich an.” (Hiob 29, 16). In seinem erstklassigen Buch “The Rise of Christianity” erklärt Rodney Stark, wie das Christentum aus einer Schar aus 40 Anhängern Jesu im Jahr 30, zur Staatsreligion Roms im Jahr 300 wurde. Im Gegensatz zu den Heiden, haben sich die Christen während den Epidemien stets um ihre Kranken gekümmert, anstatt sie im Stich zu lassen – was die Sterblichkeitsrate unter Christen enorm gesenkt hat. Zeigt euren Glauben durch eure barmherzigen Taten! “Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darbietet, es zu genießen; dass die Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, behilflich seien.” (1. Timotheus 6, 17-18).
- Was uns selbst betrifft, so müssen wir unser eigenes Leben schützen. Wir müssen eine gesunde Ernährung, Sport und regelmäßige Erholung nutzen, welche wie das Öl in einer Lampe, das Feuer erhält. Mit gesunder Ernährung ist durchaus auch Alkohol gemeint – in vernüftigen Mengen. “Trinke nicht mehr nur Wasser, sondern nimm ein wenig Wein dazu um des Magens willen und weil du oft krank bist.” (1. Timotheus 5, 23). Doch vor allem, und dazu möchte ich wieder einen lateinischen Satz zitieren: Omnia si perdas animam servare memento – Obwohl du alles verlierst, denke daran deine Seele zu retten. Nur das reine Herz soll Gott sehen.
