Das Fünfte Gebot
November 26, 2006 von soulshappiness
“Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.”
Heute komme ich also zur zweiten Tafel. Während der erste Teil sich mit der Beziehung zu Gott beschäftigt und auch als “Kulttafel” bezeichnet wird, zielt die zweite Tafel auf die Beziehungen zu unseren Mitmenschen ab und wird daher auch “Sozialtafel” genannt. Das Gebot verlangt von uns, unsere Eltern zu ehren. Sie zu ehren in einer ehrfürchtigen Hochachtung.
In christlichen Familien braucht man keine Supernannies, um Erziehungsschwierigkeiten bei zu kommen. Denn Kindern werden erzogen oder sollen dazu erzogen werden ihre Eltern gleichzeitig zu fürchten und zu lieben. “Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater.” (Levitikus 19, 3). Wir sollen respektvoll mit ihnen und über sie sprechen, aber natürlich nur, wenn sie es auch verdienen. Ein weiterer Weg, um unsere Eltern zu ehren ist durch Gehorsamheit - einen Weg, den ich persönlich leider erst viel zu spät eingeschlagen habe. “Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist wohlgefällig in dem Herrn.” (Kolosser 3, 20). Selbst unser Herr Jesu Christi war seinen Eltern untertan (Lukas 2, 51). Gerade er, dem die Engel im Himmel untertan sind, gehorchte seinen Eltern in allem was sie sagten.
Ich habe vorhin erwähnt, dass sich Eltern den Respekt ihrer Kinder verdienen müssen. Doch wie müssen sich Eltern gegenüber ihren Kindern verhalten, damit sie von ihnen geehrt werden?
- Wir als Eltern sollen unsere Kinder stets gut behandeln und in Ehrfurcht vor dem Herrn erziehen. “Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.” (Epheser 6, 4). Wir alle sind nahezu mit Sicherheit nicht sündenfrei. Wir alle geben die Plage der Sünde an unsere Kinder weiter, daher sollen wir auch alle Anstrengungen unternehmen sie von dieser Plage zu heilen und zu Heiligen zu erziehen.
- Wenn wir wollen, dass unsere Kinder uns ehren, so müssen wir auch unsere elterliche Authorität hoch halten: Wir müssen gütig mit ihnen sein, dürfen sie aber nicht verwöhnen. Wenn wir sie zuviel durchgehen lassen, so werden sie uns höchstens verachten, aber nie ehren!
- Auch wenn es als das Normalste der Welt scheinen mag: Lasst uns unsere Kinder liebevoll behandeln. Lass sie ihn jedem Ratschlag und in jedem Machtwort unsere Liebe zu ihnen spüren.

